Ruhe · Akustik · Konstruktion

Schallschutz & Akustikbau.

Bauliche Lösungen gegen unerwünschte Schallübertragung.

Lärm vom Nachbarn, Stimmen aus dem Nebenraum oder Trittschall von oben belasten jeden Tag. Guter Schallschutz ist deshalb kein Luxus, sondern Lebensqualität.

Was meinen Sie: Welche Wand dämmt besser, eine gemauerte Wand oder eine Trockenbauwand?

Die meisten tippen auf Mauerwerk, weil es schwer und massiv ist. Doch oft ist das Gegenteil richtig.

Warum Masse allein nicht reicht

Bei einschaligen massiven Wänden beeinflusst die flächenbezogene Masse die Schalldämmung. Bei mehrschaligen Trockenbauwänden wirken dagegen mehrere aufeinander abgestimmte Bauteile zusammen. Welche Lösung besser geeignet ist, hängt vom konkreten Aufbau und den Anforderungen des Raums ab.

Das Masse-Feder-Masse-Prinzip

Die Beplankungen auf beiden Wandseiten bilden die Massen; die Luft im Hohlraum wirkt als Feder. Eine geeignete Hohlraumdämmung dämpft Schwingungen. Die Entkopplung der Wandseiten und sorgfältige Anschlussdetails tragen dazu bei, unerwünschte Schallübertragung zu verringern.

  • Beplankung, Profile und Dämmung passend zum nachgewiesenen System wählen
  • Fugen, Anschlüsse und Durchdringungen sorgfältig ausführen
  • Flankierende Wände, Decken und Böden in die Planung einbeziehen
  • Schalldämmung zwischen Räumen und Raumakustik getrennt betrachten

Systemwerte richtig einordnen

Als konkretes Herstellerbeispiel nennt Knauf für die Zimmertrennwand W112 mit 100 mm Dicke, CW-50-Profilen, zweilagiger Diamant-Beplankung und 40 mm Mineralwolle ein Gewicht von 55 kg/m² und ein bewertetes Schalldämm-Maß Rw von 59,4 dB. Diese Werte gehören zu diesem Systemaufbau; sie sind keine allgemeine Zusage für jede Trockenbauwand.

Die am Gebäude erreichte Schalldämmung wird zusätzlich durch die angrenzenden Bauteile und die Ausführung beeinflusst. Ein Herstellerwert Rw ersetzt deshalb keinen projektbezogenen Nachweis der eingebauten Konstruktion. Wir stimmen Wandaufbau, Anschlüsse und gewünschtes Schutzniveau mit Ihrem Vorhaben ab.

Fachliche Grundlagen: Schallschutz im Trockenbau, Knauf-Systembeispiel W112 und Schalldämmung im eingebauten Zustand.

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